Kaltwasserkorallen-System im Golf entdeckt

Bremen, 24. April 2014 – Ein internationales Forscherteam hat im südlichen Golf von Mexiko eines der weltweit größten der bislang bekannten Kaltwasserkorallenriffe entdeckt. Das teilte das beteiligte Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Uni Bremen am Mittwoch mit. Die Forscher fanden auf der Campeche-Bank nahe der Halbinsel Yucatán in 500 bis 600 Meter Tiefe bis zu fünfzig Meter hohe Korallenhügel auf einer Fläche von mehr als vierzig Quadratkilometern. Ökosysteme dieser Art wurden bereits mehrere entdeckt, etwa in Norwegen, verschiedenen Regionen des Mittelmeers oder bei den Bahamas.

Wie alt das Riff im Golf von Mexiko ist, konnten die Forscher zunächst nicht sagen. Die Höhe der Hügel lasse nicht direkt auf das Alter schließen. „Dazu bedarf es weiter gehender Untersuchungen“, sagte Forschungsleiter Prof. Dierk Hebbeln. Die oberen Bereiche der Hügel sind lebendig, berichteten die Forscher. Dort leben etwa Seeigel, Schnecken und Seelilien. Darunter befinden sich abgestorbene Korallenskelette, in denen Glasschwämme und Seeanemonen leben. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler in der Zeitschrift „Biogeosciences“ veröffentlicht. (dpa/dmz/hl)

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