Klimagipfel: Minister Müller kritisiert USA und China

 

Die neuen Klimaziele der USA und China sind „nicht ehrgeizig“ (Foto: Bernd Wachtmeister  / pixelio.de)

Lima, 9. Dezember 2014 – Entgegen der bisherigen Linie der Bundesregierung hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) die neuen Klimaziele der USA und China als völlig unzureichend kritisiert. «Ich sehe das nicht als ehrgeizig an, was Obama verkündet hat», sagte Müller beim Klimagipfel in der peruanischen Hauptstadt Lima mit Blick auf die Ankündigung von US-Präsident Barack Obama.

Die USA wollen bis zum Jahr 2025 den Ausstoß von Treibhausgasen um 26 bis 28 Prozent im Vergleich zu 2005 reduzieren. Er hoffe, dass Obama seine Präsidentschaft noch dazu nutze, sich zumindest im Mittelfeld der Industriestaaten beim CO2-Ausstoß einzureihen. «Dazu bedarf es wesentlich ehrgeizigerer Vorgaben», sagte Müller.

Er kritisierte auch das Ziel Chinas, erst ab 2030 mit einer Minderung der klimaschädlichen CO2-Emissionen zu beginnen. «Das ist natürlich eine Vorgabe, die wenig ehrgeizig ist.» Zuvor hatten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) die neuen Ankündigungen beider Staaten gewürdigt – auch weil etwas Bewegung besser als gar keine angesehen wird. «Beide Länder verpflichten sich auf höchster Ebene zu anspruchsvollen Klimaschutzzielen», hatte Hendricks betont. (dpa/dmz/hl)