Mexikos gentechnisch veränderte Gerste auf dem Markt

 

Esmeralda wurde speziell für das Anbaugebiet in den Bundesstaaten Hidalgo, Tlaxcala, Puebla und México entickelt

Mexiko- Stadt, 29. Januar- Zum ersten Mal ist eine in Mexiko gezüchtete neue malzhaltige Gerstensorte auf den Markt gekommen. Die Sorte Esmeralda wurde von Forschern der Agraruniversität in Chapingo, Estado de México, entwickelt. Esmeralda soll höhere Erträge einbringen, resistent gegen häufig vorkommende Krankheiten sein und eine bessere Qualität haben, erklärten die Experten bei der Vorstellung ihrer Züchtung. Damit entspreche sie den Anforderungen der Agrarindustrie.

Die genetisch veränderte Gerste wurde hauptsächlich für den Anbau in den Bundesstaaten Hidalgo, Tlaxcala, Puebla und México entwickelt. Sie ist auf die dortigen klimatischen Bedingungen zugeschnitten. Gleichzeitig sei das genetische Material dieser Art so manipuliert worden, dass sie gegen Krankheiten immun ist, die in dem Valle de México vorwiegen, heisst es dazu in einer Studie des Nationalen Instituts für Forstwirtschaft, Landwirtschaft und Viehzucht.

Mithilfe von Gentechnik sei die ohnehin robuste Gerste so verbessert worden, dass es keine krankheitsbedingten Ernteeinbuch en geben soll. Da Esmeralda resistent gegen Pilze sei, ersparten sich die Gerstenbauern in Zukunft die hohen Kosten für Fungizide. Ebenso sei Esmeralda weniger anfällig für Krankheiten wie Netzfleckenkrankheit und Blattrost.  

Schädlingsbefall komme bei Gerste ohnehin selten vor und hae keine ernsthaften ökonomischen Folgen. Nutzen werde die neue Gerstenvariante insbesondere in der Bierbrauindustrie finden.

Der Anbau und Nutzen von gentechnisch manipulierten Gemüse- und Getreidesorten ist auch in Mexiko umstritten und wird von Umweltgruppen, allen voran Greenpeace Mexiko, stark kritisiert. (dmz/isb/hl)

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