UN: Friedensprozess mit Rebellen macht Kolumbien sicherer

Die Menschen in Kolumbien sehnen sich nach Frieden (Foto: Flickr)

Bogotá, 25. November 2015  Der Friedensprozess mit der linken Guerillaorganisation Farc hat die Menschenrechtslage in Kolumbien deutlich verbessert. Die Zahl der Massaker und Vertreibungen habe stark nachgelassen, sagte der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe in Kolumbien, Fabrizio Hochschild, am Mittwoch.

Die größte Rebellengruppe Farc und die kolumbianische Regierung verhandeln seit Ende 2012 über eine Beilegung des seit Jahrzehnten andauernden Konflikts. Bis März kommenden Jahres soll ein Friedensvertrag unterzeichnet werden. In den vergangenen Monaten gab es immer wieder Anzeichen auf eine Besserung der Beziehungen. Zuletzt hatte man sich darauf verständigt, dass die Farc Rebellen keine Waffen und Munition mehr kaufen und auch auf ihre militärische Ausbildung verzichten. Im Gegenzug forderten die kolumbianischen Rebellen garantierte Parlamentssitze.

Dennoch stehe die Regierung in Bogotá noch vor großen Herausforderungen, sagte Hochschild. So leide die Bevölkerung noch immer unter den Gewalttaten anderer Guerillaorganisationen wie der ELN und der EPL. (dmz/dpa/vs/hl)