UN-Vollversammlung fordert zum 24. Mal Abschaffung des Kuba-Embargos

 

Im vergangenen Jahr stimmten 188 Mitglieder für, die USA und Israel gegen die Abschaffung des Kuba-Embargos. Palau, Mikronesien und die Marschall-Inseln enthieöten sich.(Foto: ONU/Loey Felipe)

New York, 27. Oktober 2015 – Es ist schon ein Ritual bei der UN-Vollversammlung: Bei der Abstimmung am Dienstag in New York hat sie mit großer Mehrheit zum 24. Mal die Abschaffung des Handelsembargos gegen Kuba gefordert. 191 Länder,darunter auch Deutschland, stimmten für, Israel und die USA wie bereits im vergangenen Jahr gegen die Resolution.

Trotz der jüngsten Annäherung zwischen den USA und Kuba sowie erster Aufweichungen der bis auf das Jahr 1960 zurückgehenden
Handelsbeschränkungen könne sein Land der Resolution nicht zustimmen, erklärte der US-Diplomat Ronald Godard. „Wir bedauern es, dass die kubanische Regierung diese jährliche Resolution durchgesetzt hat. Der Text reflektiert nicht die bereits gegangenen bedeutenden Schritte und den Geist des Dialogs, den Präsident (Barack) Obama initiiert hat.“ (dmz/dpa/hl)