Unesco besorgt über Ausbeutung von Unterwasserschätzen vor Panama

 

Die Unesco kritisiert, dass bei der Ausbeutung von Unterwasserschätzen ärchäologische Standards vernacvhlässigt werden (Foto: Unesco)

Paris, 11. Dezember 2015 – Die Unesco hat die Suche nach Schätzen in der vor Panama gesunkenen Galeone „San José“ kritisiert. Es gehe bei der Ausbeutung des Unterwasserschatzes lediglich um wirtschaftliche und nicht um wissenschaftliche Interessen, hieß es in einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung der Unesco.

Weil archäologische Standards vernachlässigt würden, könnten die Fundstelle und das Ökosystem Schaden nehmen. Die „San José“ war 1631 mit Gold und Silber an Bord vor Panama auf Grund gelaufen.

Zuletzt war eine Galeone gleichen Namens vor der kolumbianischen Karibikküste entdeckt worden. An Bord des spanischen Schiffes werden Gold und Edelsteine im Wert von 3 bis 17 Milliarden US-Dollar vermutet. Spanien und eine US-Firma, die das Wrack als Erste geortet haben will, meldeten bereits Ansprüche an. Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos bezeichnete die „San José“ als „Kulturerbe der Menschheit“, das aber den Kolumbianern gehöre. (dmz/dpa/hl)