US-Firma schließt Telekommunikationsvertrag mit Kuba

 

Ein öffentliches Telefon in Havanna (Foto: Nigel Walker / Flickr)

Washington, 20. Februar 2015 – Seit Jahrzehnten herrschte nicht nur diplomatische Funkstille zwischen den USA und Kuba. Auch telefonisch gab es keine direkte Verbindung. Das soll sich mit der Annäherung der beiden Länder nun ändern. Das US-Betreiber IDT hat mit dem kubanischen Staatskonzern Etecsa einen entsprechenden Vertrag geschlossen.

Zwischen Kuba und den USA sollen bald wieder direkte Telefonverbindungen möglich sein. Das US-Telekommunikationsunternehmen IDT erzielte nach eigenen Angaben eine entsprechende Vereinbarung mit dem kubanischen Staatsmonopolisten Etecsa. IDT mit Sitz im US-Bundesstaat New Jersey teilte den Abschluss am Freitag mit.

Damit werde IDT der einzige US-Betreiber sein, der direkte Verbindungen zu dem sozialistischen Karibikstaat anbiete, hieß es. Die kubanische Seite bestätigte den Deal. Die US-Behörden müssen ihn in den nächsten zehn Tagen genehmigen.

Mitte Dezember hatten beide Staaten überraschend eine Annäherung nach über fünfzig Jahren verkündet. Als Teil seiner neuen Kuba-Politik lockerte US-Präsident Barack Obama das vor Jahrzehnten verhängte Wirtschafts- und Handelsembargo gegen die Insel. Unter anderem dürfen jetzt US-Telekommunikationsfirmen wieder Geschäfte mit Kuba machen. Die Telefonverbindungen zwischen beiden Ländern laufen bislang über Drittländer oder Satellitenanschlüsse. (dmz/dpa/ds)