Venezuelas Präsident Maduro will Beziehungen zu USA verbessern

 

Der Präsident von Venezuela, Nicolás Maduro, hofft auf eine Normalisierung der Beziehungen zu den USA (Foto: Sistema Bolivariano de Comunicación e Información)

Caracas, 9. Juli 2015 – Er titulierte US-Präsident Barack Obama als „Frankenstein des US-Imperialismus“ und warf der US-Regierung vor, auf den Sturz seiner Regierung hinzuarbeiten. Nun will der venezolanische Präsident Nicolás Maduro das angespannte Verhältnis zu den Vereinigten Staaten verbessern.

Er habe sich in diesem Jahr bereits zweimal mit einem ranghohen Berater des US-Außenministeriums getroffen und hoffe auf eine Normalisierung der Beziehungen, sagte der linke Staatschef in einem am Mittwoch ausgestrahlten Interview des Fernsehsenders Telesur.

Die diplomatischen Beziehungen zwischen Washington und Caracas werden seit 2010 nur noch auf der Ebene von Geschäftsträgern gepflegt. Im März erreichte das Verhältnis einen neuen Tiefpunkt, als die US-Regierung das sozialistisch regierte Venezuela zur Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA deklarierte und Sanktionen gegen mehrere ranghohe Funktionäre verhängte.

Wirtschaftlich sind die beiden Länder allerdings noch immer eng verbandelt. Venezuela exportiert täglich rund 800 000 Barrel (Barrel: 159 Liter) Erdöl in die Vereinigten Staaten. (dmz/dpa/hl)