Vermisster Journalist tot in Veracruz aufgefunden

 

Justizsprecher Luis Ángel Bravo Contreras bei der Pressekonferenz (Foto: almomento.mx)

Veracruz, 26. Januar 2015 – Seit drei Wochen wurde Moisés Sánchez Cerezo vermisst, nun hat die Polizei die Leiche des mexikanischen Journalisten in Veracruz gefunden. Offenbar wurde er auf Anweisung eines lokalen Bürgermeisters ermordet. Sánchez hatte zuvor über Gewalt und Behördenkriminalität in der Region berichtet.

Ein vor drei Wochen entführter mexikanischer Journalist ist tot im Bundesstaat Veracruz aufgefunden worden. Dies berichteten am Montag die örtlichen Behörden. Er soll auf Anweisung des Bürgermeisters von Medellín, Omar Cruz, ermordet worden sein, wie die Zeitung „La Jornada“ unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft gemeldet hatte.

Demnach gestand ein ehemaliger Polizist, der vergangene Woche festgenommen worden war, die Tat mit fünf weiteren Personen ausgeführt zu haben.

Der Journalist Moisés Sánchez Cerezo war am 2. Januar von einer Gruppe Bewaffneter aus seinem Haus im Osten Mexicos entführt worden. Er hatte in der Wochenzeitung „La Unión“ über Gewalt und Behördenkriminalität in der Region berichtet. Der Bürgermeister Cruz soll Sánchez mehrfach gedroht haben, berichteten Familienangehörige des Ermordeten.

Veracruz zählt zu den gefährlichsten Gegenden Mexikos für Journalisten. Seit dem Jahr 2000 wurden 15 Reporter ermordet, fünf gelten als vermisst. (dmz/ds mit Material von dpa)