Volkswagens US-Chef verspricht „Riesenfeuerwerk“ – aber erst für 2017

 

Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, Klaus Bischoff, Leiter Volkswagen Design, Dr. Heinz-Jakob Neußer, Mitglied des Markenvorstands Volkswagen, Geschäftsbereich ‚Entwicklung‘ und Michael Horn, Präsident und CEO der Volkswagen Group of America, bei der Präsentation der neuen Volkswagen Studie Cross Coupé GTE (Foto: Volkswagen AG)

Detroit, 12. Januar 2015 – Volkswagen sieht nach einer längeren Durststrecke in den USA auch für 2015 und 2016 keine rasche Wende der Lage. Zwar ist US-Chef Michael Horn zuversichtlich, dass die VW-Kernmarke in den USA in den nächsten zwei Jahren dank überarbeiteter Modelle und neuer Technik die Position halten beziehungsweise leicht ausbauen könne, sagte er am Montag auf der US-Automesse in Detroit. Doch spürbar mehr Schub folge erst, wenn die angekündigte große Geländelimousine (SUV) mit Arbeitsnamen CrossBlue ab Ende 2016 und 2017 zusätzlich auch eine Langvariante des SUV Tiguan auf den Markt rollen.

„Der Wachstumsschub – der kann erst dann kommen, wenn auch die große SUV-Offensive kommt.“ Horn versprach somit ein „Riesenfeuerwerk“ für 2017, mahnte aber auch an, es müsse danach weitergehen. Dabei merkte er an, dass es im Konzern konkrete Überlegungen für mehr Modelle auf dem US-Markt gebe. Dazu zählten die nächste Version der Luxuslimousine Phaeton oder Modelle aus den Reihen der leichten VW-Nutzfahrzeuge wie etwa ein Pick-up oder ein Großtransporter. Die drei genannten Modelle bietet Volkswagen in den USA noch nicht an.

Anders als die VW-Premiumtöchter Audi und Porsche schwächelt die VW-Kernmarke in den USA seit längerem. Eineinhalb Jahre lang waren die US-Verkäufe trotz eines Marktbooms auf Talfahrt. 2014 brachte der Marke ein Zehntel Rückgang. Auf Jahressicht kamen 367 000 VW zusammen – bis 2018 sollen es gut doppelt so viele sein. (dpa/dmz/hl)