Von Mexiko nach Argentinien: War „El Chapo“ Guzman wieder schneller?

 

Einer der Fahnungsaufrufe nach Joaquín „El Chapo“ Guzmán (Foto: The WorldPost / Twitter)

Buenos Aires/Santiago de Chile, 6. November 2015 – Das Katz-und-Mausspiel bleibt spannend: Der flüchtige mexikanische Drogenboss Joaquín „El Chapo“ Guzmán könnte in Südargentinien Zuflucht gesucht haben. Die argentinischen Sicherheitskräfte sind in Alarmbereitschaft, erklärte am Freitag der stellvertretende Sicherheitsminister Sergio Berni in Buenos Aires. Es habe Informationen gegeben, Guzmán sei in Patragonien. Auch in Chile sei die Polizei alarmiert.

Nach einer Meldung der Zeitung „Río Negro“ sahen Zeugen den Drogenboss in einem Kaffee und auf einer Tankstelle in San Carlos de Bariloche 1800 Kilometer südwestlich von Buenos Aires. In der Nähe befindet sich einer der meistbefahrenen Grenzübergänge über die Anden nach Chile.

Guzmán gilt als der mächtigste Drogenhändler der Welt. Am 11. Juli war er aus einem Hochsicherheitsgefängnis in Mittelmexiko entkommen. Er entfloh durch einen 1,5 Kilometer langen Tunnel aus der Haftanstalt El Altiplano. Laut der mexikanischen Generalstaatsanwaltschaft wurden zwei Flugzeuge des Typs Cessna genutzt, um den Drogenboss nach Sinaloa zu fliegen. Zuletzt wurde Guzmán in der Region bei einem Zugriffsversuch der Marineinfanterie verletzt. Er konnte aber erneut entwischen.(dmz/dpa/hl)