Weg zum UN-Klimavertrag in Paris 2015 – Zwischenstopp Lima

 

Auf der UN-Klimakonferenz sollen die Eckpunkte für den globalen Klimavertrag festgezurrt werden (Foto: Logo des COP20-Klimagipfels)

Berlin, 29. November 2014 – Von Montag an wollen 195 Staaten auf der UN-Klimakonferenz in Lima (Peru) wichtige Eckpunkte für den geplanten globalen Klimavertrag festzurren. Dabei geht es unter anderem darum, die Klimaziele der einzelnen Länder in eine vergleichbare Form zu bringen, und Wege zu finden, sie zu erhöhen.

GLOBALER KLIMAVERTRAG: Er soll Ende 2015 in Paris vereinbart werden und 2020 in Kraft treten. Alle Staaten sollen sich daran beteiligen. Ziel ist es, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, was mit den bisher verkündeten Reduktionsvorhaben nicht erreicht wird. Zudem sollen arme Länder Geld für Klimaschutz und Anpassung erhalten.

KYOTO-PROTOKOLL: Das Abkommen von 1997 wurde 2012 bis zum Jahr 2020 verlängert, um die Zeit bis zum Weltklimavertrag zu überbrücken. Auch dieses verpflichtet die Staaten auf Reduktionsziele. Die Verlängerung umfasst jedoch nur die EU-Länder und zehn weitere Staaten.

KLIMARAHMENKONVENTION: Auf dem Erdgipfel von Rio de Janeiro vereinbarten die Staaten 1992 die Grundlage für die genannten Klimaabkommen. Die Treibhausgase dürfen demnach nur so weit steigen, dass sich «die Ökosysteme auf natürliche Weise den Klimaänderungen anpassen können» und «die Nahrungsmittelerzeugung nicht bedroht wird». 195 Staaten haben die Konvention ratifiziert, auch die USA. (dpa/dmz/hl)