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Wirtschaft

GIZ fördert grüne Unternehmen in Mexiko

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Die Regionen und Projekte, die von der GIZ gefördert werden (Foto: Twitter/IKI )

Von Herdis Lüke

MEXIKO-STADT, 9. September 2021 – Die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) fördert neun mexikanische Unternehmen, die sich Nachhaltigkeit und Klimaschutz auf die Fahne geschrieben haben. Wie die GIZ am Donnerstag in Mexiko mitteilte, handelt es sich um Unternehmen in Guerrero, Oaxaca, Chiapas, Estado de México, Michoacán, Morelos und Quintana Roo.

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Mit dem Programm soll vor allem auch die Wirtschaft in Regionen gefördert werden, die durch die Corona-Pandemie besonders beeinträchtigt sind, erklärte Paulina Campos, Leiterin des GIZ-Biodiversitätsprogramms.

Die Projekte haben unterschiedliche Vorhaben, gemeinsam haben sie das Ziel, die Öko-Systeme ihrer Regionen zu erhalten und das biokulturelle Erbe zu bewahren. Als Beispiel wurde das Biosphärenreservat der Monarchfalter in Michoacán genannt, wo alternative Einkommensmöglichkeiten gefördert werden sollen. Dazu gehörten die Produktion von Forellen und anderen Lebensmitteln sowie touristische Dienstleistungen bei gleichzeitigem Schutz des Biosphären-Reservats, das zum Unesco-Naturerbe der Menschheit gehört.

Ein weiteres Projekt liegt auf der kleinen Karibik-Insel Cozumel vor dem touristischen Playa del Carmen an der Riviera Maya. Dabei bietet ein Unternehmen einen Bausatz für die Anlage von städtischen Gärten, in denen die Einwohner ihre eigenen Lebensmittel produzieren und gleichzeitig Kompost erzeugen können. Feste Abfälle würden durch Recycling reduziert und auf diese Weise die Kreislaufwirtschaft gefördert.

Die Unternehmen erhalten Unterstützung von Experten, um ihre Geschäftsmodelle zu verbessern und reifen zu lassen, fügte die Beraterin für die Erhaltung der biologischen Vielfalt in der neovulkanischen Achse (Eje Neovolcánico) der GIZ in Mexiko, Gabriela Niño hinzu. Mit der Initiative werde die deutsche Zusammenarbeit im Bereich der grünen Finanzierung für die Programme der Mexikanisch-Deutschen Allianz gegen den Klimawandel III und das Projekt zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in der neovulkanischen Achse ergänzt.

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320 Unternehmen im Wettbewerb um Förderung

Eigens für die Auswahl der Unternehmen haben das Nationale Institut für Ökologie und Klimawandel und die Nationale Kommission für Naturschutzgebiete haben 2020 gemeinsam mit dem Ministerium für Umwelt und natürliche Ressourcen einen Wettbewerb ausgeschrieben. Mehr als 320 Unternehmen nahmen daran teil, sage Campos. Sie erfüllten die Voraussetzungen für die Förderung: so mussten sie ordnungsgemäß als Unternehmen etabliert sein sowie ein Mindesteinkommen von 70.000 Pesos pro Jahr nachweisen und im Bereich der Land- oder Forstwirtschaft und Aquakultur, nachhaltigem Tourismus und Kunsthandwerk aktiv sein, und sie mussten in Naturschutzgebieten oder Einflussgebieten mit ökologischen Zielen und sozialem Nutzen angesiedelt sein.

Durch einen virtuellen Business Roundtable für sozial-ökologisches Unternehmertum im Post-Covid-Kontext sollen Synergien zwischen Projekten und potenziellen Geschäftspartnern, technischen Ausbildern und Investoren geschaffen, erklärte Gabriela Niño weiter.

Seit Dezember 2019 hat Mexiko eine nationale Strategie zur Umsetzung der Agenda 2030, die das Handeln von staatlichen, zivilgesellschaftlichen und privatwirtschaftlichen Akteuren leitet. Erste Kommunen haben nach GIZ-Angaben ihre Entwicklungspläne bereits an der Agenda 2030 ausgerichtet. 1.300 unterschiedliche Akteure von kommunaler bis zur ministerialen Ebene haben laut GIZ an der Agenda 2030 mitgearbeitet. Mexikanische Regierungsvertreter und deutsche Institutionen hätten sich dafür miteinander ausgetauscht.

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Die GIZ bearbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gemeinsam mit dem mexikanischen Präsidialamt den übergreifenden Rahmen zur Umsetzung der von der UN 2015 Im September 2015 definierten globalen Ziele gegen Armut, Ungleichheit und Klimawandel (Sustainable Development Goals oder SDGs).

Das ist kein leichtes Unterfangen für ein Land, in dem 43 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze lebt und mehr als die Hälfte keine Krankenversicherung und damit auch keine Altersversorgung hat.  Die Männer und Frauen arbeiten auf dem Land, im ambulanten Handel oder als Dienstleister in privaten Haushalten. Auf der anderen Seite gehört Mexiko zu den zu den zwölf Ländern mit der größten Artenvielfalt weltweit. (dmz/hl)

Lesen Sie dazu auch unsere Reportage von Mai 2015, an deren Aktualität hinsichtlich der Lebensbedingungen der Mexikaner nichts geändert hat.

Welten liegen zwischen der armen Bevölkerung, dem Mittelstand und den Reichen in Mexiko:

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