Mexikos Automobilproduktion stürzte 2019 ab

Die Audi-Fabrik in San José Chiapa im Bundesstaat Puebla (Foto: Audi AG)

Mexiko-Stadt, 20. Januar 2020 – Die Automobilproduktion in Mexiko ging 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 Prozent zurück, während sich die Fahrzeugexporte um 3,4 Prozent verringerten. Das geht aus den vom mexikanischen Statistikamt Inegi veröffentlichten Daten hervor. Die Automobilhersteller produzierten im vergangenen Jahr in Mexiko etwas mehr als 3,75 Millionen Fahrzeuge, die niedrigste Zahl seit 2016, als 3,46 Millionen Einheiten vom Band rollten.

Als Gründe für den Einbruch nannte Inegi unter anderem den Streik bei General Motors in den Vereinigten Staaten zwischen dem 15. September und dem 25. Oktober und die geringere Produktion von Ford aufgrund des Gerätewechsels in den Werken in Mexiko.

Die Exporte sanken laut Inegi auf 3,33 Millionen Autos im Jahr 2019; dies sei der erste Jahresrückgang seit 2009. Etwa 80 Prozent der Exporte gingen in die Vereinigten Staaten, das einzige Land, in das Mexiko 2019 mehr Fahrzeuge schickte als im Jahr zuvor.

Die weltweit geringere Nachfrage nach Neuwagen spiegelte sich auch in Mexiko wider, wo der Absatz im vergangenen Jahr um 7,7 Prozent auf 1,31 Millionen zurückging. Die Zahl ist die niedrigste seit fünf Jahren und deutet auf eine schwache mexikanische Wirtschaft hin, die im ersten Halbjahr 2019 in eine leichte Rezession geriet.

Die Automobilproduktion und die Exportzahlen waren im Dezember noch schlechter. Die Autoproduktion sank um 12,7 Prozent auf 208.073 Fahrzeuge und die Exporte brachen um 16,7 Prozent auf 229.227 Einheiten ein.

Die Unterzeichnung einer überarbeiteten Version des neuen nordamerikanischen Freihandelsabkommens T-MEC im vergangenen Monat biete jedoch mehr Sicherheit für die mexikanische Automobilindustrie und könnte ihr helfen, sich 2020 zu erholen. (dmz/hl mit Information von Mexico News Today)