Zeitzone an der Riviera Maya wird an US-Ostküste angepasst

 

Touristen an der Riviera Maya können die tägliche Sonne nun länger genießen (Foto: Herdis Lüke)

Cancún, 7. Dezember 2014 – Wer von Mexiko-Stadt aus an die Riviera Maya reist, muss  seine Uhr eine Stunde vorstellen. Die Zeitzone wird auf den Meridian 75  Grad westlich von Greenwich und damit an die der amerikanischen Ostküste angepasst. Eine entsprechende Reform des Gesetzes über Zeitzonen wurde in dieser Woche vom mexikanischen Kongress abgesegnet. Die Änderung betrifft Cancún, Isla Mujeres, die Bezirke Lázaro Cárdenas, Benito Juárez, Cozumel, Solidaridad und Tulum, die nun in derselben Zeitzone liegen wie die Dominikanische Republik, Puerto Rico, Kuba, Jamaika und die Kleinen Antillen. Das Gesetz tritt in Kraft, sobald es im mexikanischen Bundesblatt (Diario Oficial) veröffentlicht wird.

Die Bezirke José María Morelos, Felipe Carrillo Puerto, Bacalar y Othón P. Blanco verbleiben in ihrer bisherigen zentralmexikanischen  Zeitzone. Der Zeitunterschied zwischen Deutschland und Cancún beträgt damit minus sechs Stunden MEZ (Mexiko-Stadt minus sieben Stunden).

Für die Region bringe die Umstellung große Vorteile, erklärte der Gouverneur von Quintana Roo, Roberto Borge Angulo. So werde der Tag im Sommer zwei und im Winter eine Stunde mehr Licht haben als bisher; die Flugverbindungen zwischen Cancún und Cozumel würden auf 22 Städte in den USA ausgedehnt und außerdem der Verbrauch elektrischer Energie reduziert. Die Vizepräsidentin des nationalen Verbands der touristischen Unternehmen  Cristina Alcayaga Núñez, bezifferte die Stromersparnis auf 1,845 Milliarden Pesos.

Eine oder zwei Stunden mehr Tageslicht seien gerade für die Tourismusindustrie entscheidend, meinte Carlos Constandse Madrazo, Vizepräsident der Gruppe Experiencias Xcaret (zu der mehrere Vergnügungsparks gehören). Die neue Zeitzone biete der Tourismusbranche zudem erhebliche Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Destinationen in Mexiko, bedingt durch die Flugverbindungen zu den Oststaaten der USA. Diese brächten vor allem im Winter mehr Touristen aus den USA und Kanada, aber auch aus Europa, in die Region. (dmz/hl)