Zwei junge Mexikanerinnen unter den Todesopfern der Attentate in Paris

 

Die Attentatsserie am Freitagabend in Paris hat auch zwei jungen Mexikanerinnen das Leben gekostet (Foto: almomento.mx)

Mexiko-Stadt, 14. November 2015 – Der Schrecken des islamistischen Terrors reicht bis nach Mexiko: Bei der Attentatsserie am Freitagabend in Paris sind auch zwei mexikanische Studentinnen ums Leben gekommen und ein Mexikaner verletzt worden. Das bestätigte das mexikanische Außenministerium am Samstag.

Präsident Enrique Peña Nieto, der an diesem Sonntag in der Türkei eintraf, wo er bis Montag am Gipfetreffen der G20 in Antalya teilnimmt, verurteilte die Anschläge und erklärte die Solidarität Mexikos mit dem französischen Volk. Den Familien der mexikanischen Opfer kondolierte er mit einem Eintrag auf seinem Twitter-Konto.

Nohemí González, Tochter mexikanischer Eltern aus El Monte, war 23 Jahre alt und Studentin an der staatlichen Universität von Kalifornien. Wie die Tageszeitung “Excélsior” unter Berufung auf die Universität mitteilte, nahm sie an einem Austauschprogramm in Paris teil.

Bei der zweiten Mexikanerin handelt es sich um Michelle Gil Jaimes aus Tuxpan in Veracruz. Zu ihr wurden keine weiteren Details bekanntgegeben. Der Gouverneur von Veracruz, Jame Duarte, kondolierte der Famlie von Michelle über Twitter.

Der junge Mexikaner, der außerdem die österreichische Staatsangehörigkeit habe, sei operiert worden und befinde sich auf dem Weg der Besserung, teilte die mexikanische Botschaft in Paris mit.

In Mexiko-Stadt werde die Bewachung der franzözischen Botschaft und der Residenz des Botschafters verstärkt, obwohl keine Drohungen eingegangen seien, kündigte der Regierungschef des Bundesdistrikts, Miguel Ángel Mancera, am Samstagnachmittag nach einer Sitzung im Krisenschutzzentrum in der Hauptstadt an.

Zuvor habe er mit seinem Team jede einzelne diplomatische Vertretung in Mexiko-Stadt überpfüft, sagte Mancera. Alle Maßnahmen würden mit den jeweiligen Botschaften koordiniert. Er betonte, dass es keine Drohungen oder Warnungen gebe, aber „wir ziehen es vor, die Bewachung zu verstärken statt einen Akt wie ein mögliches Attentat, zu lamentieren“. Es seien alle Sicherheitsschemen noch einmal überpüft worden. (dmz/hl)




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