Festival für Brot, Bier und Mezcal in Tepoztlán

Von den 200 Biersorten kommen zwei Drittel aus Deutschland – auch deutscher Bäcker vertreten – zahlreiche Gourmetkreattionen und Getränke

Tepoztlán, 5. Juni 2014 – Das Magische Dorf Tepoztlán in Morelos zieht jedes Wochenende Scharen von Besuchern vor allem aus Mexiko-Stadt an. An diesem Sonnabend dürften es noch mehr werden, wenn zum ersten Mal das „Festival del pan, de la cerveza y del mezcal“ in dem malerischen Komplex „La Finca“ über die Bühne geht.

Der Ort am Fuße der gleichnamigen Kordilleren hat weit mehr zu bieten als die Pyramide auf dem Tepozteco, die vielen kleinen Läden mit Produkten aus aller Herren Länder, vor allem aber mit verschiedensten Angeboten für die Gesundheit. Die Magie von Tepoztlán liegt auch nicht nur in den sehr traditionsbewussten und religiösen Einheimischen begründet. In den letzten Jahren haben sich Künstler, alternative Lebenskünstler und Aussteiger aus dem ganzen Land und aus dem Ausland dazugesellt, die das Angebot im Ort, insbesondere das kulinarische, enorm bereichert haben.

Wenige Besucher wissen zum Beispiel, dass es in Tepoztlán ein ungeahnt vielseitiges Angebot an Brotsorten gibt, dank der hier ansässigen Franzosen, Italiener, Deutschen, Engländer und Argentinier, um nur einige zu nennen.  Auf dem Festival können die Gäste ausprobieren, wie vielseitig das Angebot an Brot und anderen  kulinarischen Köstlichkeiten gibt, die man mit Körnern machen kann. Deutsches Brot und Kuchen ist mit Naturback vertreten. Renate und Heinz Schnorpfeil  verwöhnen die  Gäste außerdem  mit schwäbischem Kartoffelsalat und „Fleischküchle“ (in anderen Regionen Deutschlands auch Frikadelle oder Boulette genannt).

Martin Resch vom Restaurante Alemán in Yautepec verwöhnt die Festivalbesucher unter anderem mit Bratwürstchen und Kartoffelsalat, Pascuale von „Los Calzones de Tepoz“ mit italienischen Köstlichkeiten und Kaffee, Alain von La Miga u. a. mit französischer  Patisserie. Am Stand von Yasmin gibt es veganes Brot und Kuchen und andere vegetarische Snacks – das Angebot ließe sich noch lange fortsetzen. Insgesamt sind 18 Aussteller vertreten. Lorena Patiño von Exposiciones Gourmet kredenzt verschiedene Soda-Kreationen und exotische Snacks u. a. mit Heilpfflanzen – dazu gehört übrigens auch Kakao.

Dass es mit dem Restaurant “Miztli“ im Komplex La Finca einen Ort gibt, an dem zahlreiche Biere aus Mexiko und aller Welt geboten werden, die Mehrheit aus Deutschland, ist  bisher auch nur wenigen Besuchern bekannt.  Während des Festivals haben Besucher die Gelegenheit, Biere zu testen und mehr über die Eigenschaften und Herstellungsprozesse zu erfahren. Die Spezialisten von „Miztli“ geben auch Bierproben aus.

Der Agavenschnaps Mezcal ist natürlich auch in Tepoztlán groß in Mode. Wenige Besucher wissen, dass der Mezcal in 22 Bundesstaaten produziert wird, allen voran in Oaxaca. Carlos Villaseñor erklärt den Festivalbesuchern auf einem Vortrag mit Mezcal-Probe, woran man einen guten Mezcal erkennt und welche regionalen  Unterschiede es gibt. Und dass dieses „Getränk für die Götter“ nicht der ruppige Bruder des Tequila, sondern dessen Vater ist.

Was also lag näher, als ein Festival zu organisieren, das Brot, Bier und Mezcal zum Thema hat? Begleitet wird das Fest von Musik. Geöffnet werden die Tore um 11:00 Uhr, der Eintritt kostet 50 Pesos. Der Saxofonist Carlos Miranda stimmt die Besucher mit romantischen Songs und Jazz ab 12:30 Uhr auf das Fest ein. Ab 14:00 Uhr sorgt die fünfköpfige Band La Changa Natasha mit einer Fusion lateinamerikanischer Rhythmen für Stimmung. Ab 18:00 Uhr kann dann mit Musik von einem DJ weitergefeiert werden. Die Stände sind in Festzelten untergebracht, und sollte es regnen, gibt es einen großen Raum zwischen den beiden Gärten, wo weitere Gäste Platz finden. Niemand wird im Regen stehen bleiben, versprechen die Organisatoren.

La Finca ist eine kleine, im rustikalen Stil errichtete Plaza, die am Kreisverkehr an der Aus- und Abfahrt zur Autobahn nach Mexiko-Stadt beziehungsweise Cuautla liegt. Eingebettet in einen herrlichen Garten mit einigen außergewöhnlichen Skulpturen, ist die Anlage vor allem an dem „Schloss“ nach schottischen Vorbild zu erkennen, das derzeit umgebaut wird und zukünftig zwei  Lounges bietet, eine davon mit einem Riesenkamin und Spezialplätzen für romantische Dates. Das Restaurant verfügt über eine offene Terrasse mit Blick auf die Kordilleren  und eine gemütliche Bar. Zum Komplex gehören außerdem ein italienisches Kaffee und  fünf kleine Läden, darunter Kunsthandwerk und Pflanzen. Ein Laden ist noch frei. Von der nahen Autobahn ist nichts zu hören. Der Komplex ist eine richtige Oase abseits vom Trubel im Ort. (dmz/hl)

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