Gewalt und Armut

San Salvador, 16. September 2014 – Wegen der hohen Kriminalität und der schlechten Wirtschaftslage in El Salvador würde fast die Hälfte der Bevölkerung am liebsten auswandern. Das gaben 43,4 Prozent der befragten Erwachsenen an, wie eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage der Zeitung „La Prensa Gráfica“ ergab. 30 Prozent nannten die Gewalt in dem mittelamerikanischen Land als Motiv, 24 Prozent wirtschaftliche Gründe. 

Befragt wurden zwischen dem 22. und 26. August 1200 Personen, zwei Drittel davon in Städten, ein Drittel in Landgemeinden. 47.3  Prozent der Befragten gab an, Familienangehörige im Ausland zu haben. Im Durchschnitt lebten der Zeitung zufolge fünf Familienangehörige im Ausland.

Schätzungen zufolge lebt bereits ein Viertel aller Salvadorianer im Ausland, die meisten in den USA. Zuletzt kamen auch immer mehr Kinder ohne ihre Eltern in die Vereinigten Staaten. Viele fliehen vor der Bandenkriminalität in ihrem Land. El Salvador ist nach Angaben der Vereinten Nationen das viertgefährlichste Land der Welt außerhalb von Kriegsgebieten. (dpa/dmz/hl; Foto: www.almomento.mx)

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