La Bestia

Mexiko-Stadt, 26. August 2014 – Die mexikanischen Behörden haben in den letzten Tagen mehr als 6000 Migranten an der Reise mit Güterzügen Richtung USA gehindert. Sie seien zu ihrem eigenen Schutz zum Absteigen gezwungen worden, sagte am Dienstag der Koordinator für Einwanderung an der Südgrenze, Humberto Mayans, im Interview des Radiosenders Fórmula. 

Vor einem Monat hatte die mexikanische Regierung angekündigt, die Migranten am Besteigen des Zuges zu hindern. Es gehe vor allem um “den Schutz der Migranten, die aus anderen Ländern, vor allem aus Mittelamerika, kommen und die unser Territorium auf dem Zug durchqueren. Das ist kein Passagier-, sondern ein Frachtzug und das bedeutet, dass sie ihr Leben aufs Spiel setzen. Das wollen wir verhindern“, betonte am 23. Juli Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong vor der Presse in Mexiko-Stadt.

Vor allem Mittelamerikaner fahren auf ihrem Weg durch Mexiko in die USA häufig als blinde Passagiere auf Güterzügen. Immer wieder werden Menschen verstümmelt, wenn sie beim Auf- und Absteigen auf die Gleise fallen. Zudem kontrollieren kriminelle Organisationen die Strecke. Häufig überfallen, vergewaltigen und töten sie Migranten. Wegen der zahlreichen Unfälle und Gewalttaten wird der Zug in Mexiko „La Bestia“  (Die Bestie) genannt. (dmz/hl mit Material von dpa; Foto: www.almomento.mx)

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