Argentinischer Tango-Komponist Federico gestorben

 

Die Tango-Welt trauert um Komponist Leopoldo Federico (Foto: www.tangocity.com)

Buenos Aires, 28. Dezember 2014 – Der argentinische Musiker und Tango-Komponist Leopoldo Federico ist tot. Er sei am Sonntag im Alter von 87 Jahren in einem Krankenhaus in Buenos Aires gestorben, teilte der argentinische Musikerverband AADI mit.

Federico war einer der berühmtesten Bandoneon-Spieler und schrieb in seiner Karriere mehr als 50 Musikstücke. „Der Tango ist mein Leben“, sagte er einmal.

Er arbeitete mit den Tango-Musikern Julio Sosa, Mariano Mores und Astor Piazzolla, dem Begründer des «Tango Nuevo», zusammen. «Er war außergewöhnlich. Einer der besten Bandoneon-Spieler der Geschichte, wenn nicht der Beste», sagte der Gitarrist und AADI-Vizepräsident Horacio Malvicino im Fernsehen. „Er wurde für das Bandoneon geboren.“

Auch Tango-Texter Horacio Ferrer tot

Nur eine Woche zuvor, am Sonntag vergangener Woche, war der uruguayische Dichter und Tango-Texter Horacio Ferrer ist im Alter von 81 Jahren in seiner Wahlheimat Argentinien gestorben. Ferrer war vor allem als Texter der Tangos von Astor Piazzolla (1921-1992) berühmt geworden. Zusammen mit dem argentinischen Komponisten hatte er die Tango-Oper „María de Buenos Aires“ geschrieben. Das 1968 uraufgeführte Werk erzählt von einem Frauenschicksal in Buenos Aires.

Erst eine Woche zuvor war  der Tango-Texter Horacio Ferrer gestorben (Foto: www. www.yatasto.com)

Ferrer schrieb auch die Texte von Piazzolla-Klassikern wie „Balada para un loco“ oder „Chiquilín de Bachín“. Der Autor stammte aus Uruguay, hatte aber in der 1980er Jahren die argentinische Staatsbürgerschaft angenommen. Er schrieb zudem mehrere Tango-Bücher und war bis zu seinem Tod Präsident der von ihm gegründeten Nationalen Tango-Akademie. (dmz/hl mit Material von dpa)