Triumph in Santiago: Kolumbien schlägt Brasilien in der Copa América

 

Jubel bei den Kolumbianern (Foto: Agencia Uno/ca2015.com)

Santiago de Chile, 18. Juni 2015 – In der ersten Partie musste sich die Elf von Coach Pekerman noch Venezuela geschlagen geben, nun schlägt es die großen Favoriten aus Brasilien. Der kolumbianische Verteidiger Jeison Murillo verhalft seinem Team in der 35. Minute zum Siegtreffer. Die drei Mannschaften stehen jetzt punktgleich an der Spitze der Gruppe C.

In einer hart geführten Partie hat die kolumbianische Fußball-Nationalmannschaft in der Südamerika-Meisterschaft Copa América überraschend Brasilien mit 1:0 geschlagen. Für die Kolumbianer war es der erste Sieg gegen die Seleção seit 24 Jahren.

Das Tor für die Cafeteros erzielte Verteidiger Jeison Murillo am Mittwoch in der 35. Minute im Estadio Monumental in Santiago de Chile. Damit brach Kolumbien die Erfolgsserie der Brasilianer, die seit der Übernahme von Nationaltrainer Carlos Dunga in elf Spielen ungeschlagen waren.

Für das Team von Coach José Pekerman war der Sieg ein Befreiungsschlag, nachdem es das erste Spiel ausgerechnet gegen die Nachbarn aus Venezuela verloren hatte. „Wir wussten, dass Brasilien eine sehr gefährliche Mannschaft ist, aber wir haben nie an unseren Fähigkeiten gezweifelt“, sagte Mittelfeldspieler Carlos Sánchez nach dem Abpfiff.

Die Kolumbianer stiegen gleich zu Beginn der Partie hart in das Spiel ein, Brasilien hielt lange entschlossen dagegen. Trotz guter Aktionen von Neymar, Fred, Willian und Firmino kam die Seleção allerdings nicht zum Abschluss.

James Rodríguez und Juan Cuadrado setzten der brasilianischen Verteidigung zu und spielten immer wieder Chancen heraus. Nach dem Führungstreffer dominierten die Kolumbianer das Spiel. Die größte Torchance für die Brasilianer endete mit einem Handspiel von Neymar. Dafür sah er seine zweite Gelbe Karte in dem Regionalturnier und ist nun zumindest für die kommende Partie am Sonntag gegen Venezuela gesperrt. Zudem sah der Starstürmer vom FC Barcelona nach dem Schlusspfiff nach einer Rangelei ebenso wie der Kolumbianer Carlos Bacca noch die Rote Karte.

Brasiliens Trainer Dunga kritisierte, dass seine Spieler sich provozieren ließen. „Brasilien muss spielen, nicht in den Krieg ziehen“, sagte er.

Brasilien und Kolumbien stehen nun mit jeweils drei Punkten gemeinsam mit Venezuela an der Spitze der Gruppe C. Am Donnerstag trifft Venezuela in Valparaíso auf Peru, das bisher noch keinen Punkt geholt hat. (dmz/dpa/ds)